Das THW und ich (Segen oder Fluch?)
Ich bin seit 1992 der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (kurz: THW) verpflichtet. Dort habe ich mehr oder weniger die klassische Laufbahn begonnen..
Ich bin anfang 1992 als fünfzehnjähriger zur Jugendgruppe gekommen weil mich die “blauen Feuerwehrautos” fasziniert hatten.
1993 kam ich zur Grundausbildung. Dort wurde uns beigebracht wie man mit Scherenspreitzer, Kettensäge, Hebekissen, Hydraulikheber, ...... umzugehen hat. Nach bestandener Prüfung kam ich `94 in den aktiven Dienst zum Instandsetzungszug, Gas/Wasser Gruppe. Die Aufgaben in der G/W-Gruppe bestanden darin Ver- und Entsorgungsleitungen im Falle eines V-Falles zu bauen (I-Zug eben).
1995 wurde das THW umstrukturiert. Im Zuge dessen gab es nun keinen I-Zug mehr, sondern einen Technischen-Zug (TZ). Im TZ wurde ich in der zweiten Bergungsgruppe im zweiten Trupp eingeteilt und tat dort meinen Dienst als Helfer (also fast ganz unten in unserer Hierarchie).
1999 wechselte ich für zehn Monate die Farbe blau in olivgrün. Das war auch mal ganz lustig zu sehen was bei der grünen Innung so geht. Frühsport, viele Spaziergänge im Wald und über Felder, spazierfahrten, Weitwurf metallischer Gegenstände und LKW versenken stand da immer so auf dem Programm. Wenn unsere Vorgesetzten gut gelaunt waren durften wir auch eine Modenschau machen.
2000 hatte ich endlich mal wieder Zeit für mich und meine Hobbies. Ich kam zur Fachgruppe F/K (Führung und Kommunikation). Ich tat meinen Dienst als Helfer und Kraftfahrer im FüKom-Trupp und ließ mich zum Truppführer ausbilden. Diese Funktion übte ich jedoch nicht aus. Ich sammelte in Übungen und Einsätzen viele Erfahrungen (vor allem auch solche wie man etwas nicht tun sollte, es könnte schmerzhaft werden und das sage ich aus Erfahrung).
Ende 2001 wurde ich Sachgebietsleiter. Sachgebietsleiter (SGL) sind keinem Trupp untergeordnet. Sie sitzen im Fall eines Einsatzes in der TEL (Technische Einsatzleitung), FüSt (Führungsstelle) oder anderen lauschigen Plätzen und arbeiten dem jeweiligen Leiter zu (wird vom Bedarfsträger bestimmt, ansonsten erste THW-Führungskraft vor Ort oder Leiter F/K).
Das ist die Übergangslösung des FüKomKW (Führungs- und Kommunikationskraftwagen). Das Fahrzeug kat eine Dekontaminierungslackierung (schweineteuer) zur besseren Reinigung (wegen Oberfläche) und verträgt auch schärfere Desinfektionsmittel. Das Fahrzeug stammt noch von den alten Fernmeldezügen die 1995 aufgelöst wurden. Deswegen musste auch die Austattung geändert werden, da sie für die neuen Anforderungen nicht mehr ausreichte.
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Fahrzeugdaten: Hubraum hat das Fahrzeug 2,5 Liter, läuft mt Diesel, hat (nur) 64 PS (48kW), hat ein 4-Gang-Getriebe (fortschrittlich), und ist seit dem Jahre 1984 im Dienst der Bundesregierung. Berg runter mit Rückenwind läuft er manchmal sogar 110 km/h (nur im Einsatz zulässig). Das Auto hat noch richtig Charakter. Achso, das zulässige Gesamtgewicht sind 6,5t.
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